Herzlich Willkommen auf der Webpage des Arbeitskreises Umwelt!



Herzlich Willkommen auf der Webpage des Arbeitskreises Umweltsicherung und Landesentwicklung!



Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) der Christlich Sozialen Union (CSU) steht für klare Klimaschutzziele, bekräftigt den Ausbau der erneuerbaren Energien und setzt neue Akzente im Natur- und Tierschutz. Außerdem legen wir bei unserer Arbeit ein besonderes Augenmerk auf einen lebenswerten ländlichen Raum. Dazu gehören eine bäuerliche Landwirtschaft mit einer flächendeckenden umweltschonenden Landbewirtschaftung.

Der AKU erarbeitet grundlegende Ideen und Konzepte bezüglich des Umwelt- und Klimaschutzes, des Wasserschutzes, der Verkehrspolitik, der Energiepolitik, der Gentechnik und noch vieles mehr. Dabei spielen zunächst andere politische Resorts nur eine eingeschränkte Rolle. Erst wenn diese Konzepte im Rahmen einer großen politischen Linie umgesetzt werden, werden natürlich Kompromisse geschlossen.

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Wir wollen IHRE Stimme in der CSU sein!

Donnerstag, 10. Mai 2012

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Harald Lesch war großer Erfolg!

Gruppenbild Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Harald Lesch
von Rechts: Klaus Stöttner MdL, Dipl.-Ing. Mike Edelmann,
Prof. Dr. Harald Lesch,  Dagmar Bohrer-Glas, Peter Mayer M.Sc.,
Dr. Otto Hünnerkopf MdL,Dipl.-Ing. Christian Müllers, Dr. Götz Brühl




Die erste große Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Energiewende gestalten" des AKU Rosenheim-Land, war ein großer Erfolg. Prof. Dr. Harald Lesch ließ in dem mit 140 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllten "Großen Saal" des Happinger Hofs, keinen Zweifel daran, dass es höchste Zeit sei, die Energiewende nicht nur in der Politik, sondern auch in den Köpfen jedes Menschen umzusetzen. Er stellte klar heraus, dass hier noch viel Nachholbedarf besteht.

Laut Prof.  Lesch ist es wenig sinnvoll, mittels der bei der Kernspaltung freiwerdenden Energie zunächst Wasser zu verdampfen um damit schließlich in einer Turbine Strom zu erzeugen. Dabei ist es Prof. Lesch absolut unverständlich, wieso nicht bereits in den 1950er-Jahren Programme aufgelegt wurden, um Windkraft, Wasserkraft und Sonnenenergie statt der Kernenergie zu nutzen: "Jedes gesunde Hirn muss wissen, dass es, wenn die Ressourcen verbraucht sind, vorbei ist", so der Physiker. Aus heutiger Sicht war die damalige Entscheidung nicht nachvollziehbarwar, da die Beste Strategie gewesen wäre, Deutschland weitestgehend unabhängig von Energieimporten zu machen.  "Wo wären wir heute, wenn man sich damals schon für Erneuerbare Energien entschieden hätte", so Lesch.
Herr Prof. Lesch ging auch auf den Klimawandel näher ein und stellte klar, dass dieser  keine Erfindung von "Öko-Taliban" oder geldgierigen Forschern, sondern für jedermann sichtbar sein. Lesch: "Wir haben keine Alternative zum Optimismus - egal wie schwer die Energiewende sein wird. Wir haben alles, was dazu nötig ist: Wind, Sonne und Wasser." Die Energieversorgung müsse dabei aber unbedingt in kommunale Verantwortung, da damit eine engere Bindung zur Bevölkerung entstehen kann. Dabei appeliert Prof. Lesch an die anwesenden Politiker und Gäste, die Rahmenbedingungen so zu stellen, dass jeder Quadratmeter an Dachfläche für Photovoltaik genutzt werden sollte.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion wurde Herr Prof. Dr. Lesch von einem anwesenden Gast auf die deutlich niedrigeren Strompreise in Frankreich angesprochen. Dem entgegnete Prof. Lesch, "Frankreich hinterlasse seinen noch nicht geborenen Kinder eine große Last und ersticke im Atommüll". Zum Thema alternative Energien und Trassen sagte Dr. Otto Hühnerkopf, Vorsitzender im Arbeitskreis Umwelt und Gesundheit der CSU im bayerischen Landtag, man "werde in Kauf nehmen müssen, dass sich die Landschaft verändert". Dr. Götz Brühl, Geschäftsführer der Rosenheimer Stadtwerke, beruhigte die anwesenden Gäste damit, dass die Stadtwerke Rosenheim gegenwärtig zumindest in der Region keinen Bedarf für neue Hochspannungstrassen sehen. Vierlmehr werde in Rosenheim - mit der von den Stadtwerken in Eigenregie entwickelten Holzvergasertechnik - in Zukunft Holz vergast und mit dieser Technik schließlich etwa doppelt so viel Energie daraus zu gewinnen wie mit vergleichbaren Techniken. Dr. Brühl sieht darin ein weiteres Aushängeschild für den Holzstandort Rosenheim.
Alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind sich darin einig, dass der von Umweltminister Huber eingeschlagene Weg der Energieeinsparung "die beste Energie ist diejenige, die gar nicht erst verbraucht wird" der richtige Weg für unser Land ist. Dies sieht auch Mike Edelmann, Geschäftsführer der Rohrdorfer Zementwerke so. Sein Unternehmen steht vor der Vollendung einer in Deutschland und Europa einzigartigen Energierückgewinnungsanlage. Dabei wird aus der Abwärme, wieder Dampf erzeugt und dieser treibt schließlich eine Turbine an, welche ab Mitte 2012 elektrischen Strom für 6000-8000 Haushalte erzeugen soll. Die Rohrdorfer Zementwerke können mit dieser Technik die Energiekosten um ca. 30% senken und sichern so langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitsplätze am Standort Rohrdorf.

Prof. Dr. Harald Leschs Vortrag kann hier heruntergeladen werden.



Autor: Peter Mayer M.Sc.

Montag, 23. April 2012

10-Punkte-Fahrplan für eine ökologische und naturverträgliche Wasserkraftnutzung

  1. Modernisierung und NachrüstungVorrangig sind all jene Wasserkraftpotenziale zu realisieren, die die Gewässerökologie nicht bzw. kaum beeinträchtigen, z. B. durch Modernisierung und Nachrüstung bestehender Anlagen. Hier liegen nach Studien der Betreiber rund 70 % des noch erschließbaren Gesamtpotenzials der großen Wasserkraft.
  2. Nutzung bestehender Querbauwerke
    Die Potenziale an bestehenden, bisher nicht energetisch genutzten Querbauwerken werden ermittelt (§ 35 Abs. 3 WHG), da hier bei Wasserkraftnutzung mit gleichzeitiger ökologischer Verbesserung (Durchgängigkeit, Fischpopulationsschutz) eine win-win-Situation für den Natur- und Gewässerschutz und die Stromerzeugung erreicht werden.
  3. Flusssanierungen
    Im Rahmen von erforderlichen Flusssanierungsmaßnahmen (wie z. B. an der Salzach) soll eine Wasserkraftnutzung umweltverträglich integriert werden.
  4. Gebietskulisse
    Die Wasserkraftpotenziale aus den Modernisierungs- und Nachrüstmaßnahmen, der Nutzung bestehender Querbauwerke sowie aus den Flusssanierungen werden zu einer Gebietskulisse zusammengefasst. Auf diese Weise wird die Wasserkraftnutzung auf geeignete Standorte gelenkt (Veröffentlichung noch 2012).
  5. Schutz ökologisch besonders bedeutender Gebiete
    Im Gegenzug werden ökologisch besonders bedeutende Gebiete definiert. Dort hat die Bewahrung oder Entwicklung eines ökologisch wertvollen Zustands im Regelfall Vorrang. Der Neubau von Querbauwerken an bisher frei fließenden Gewässerabschnitten rein aus Gründen der Energieerzeugung widerspricht in diesen Gebieten den Zielen einer ökologischen Energiewende.
  6. Vorzeigeprojekte der ökologischen Wasserkraft
    Die Bayerische Landeskraftwerke GmbH wird durch Vorzeigeprojekte die breite Anwendung innovativer naturverträglicher Wasserkraftwerkstechnik unterstützen

  7. Forschung
    Die Forschung über energetische und ökologische Verbesserungen an Wasserkraftanlagen wird ausgebaut.

  8. Energiespeicher
    Es werden geeignete Standorte für neue Pumpspeicherkraftwerke bzw. Energiespeicher ermittelt.
  9. Forum „Ökologische Wasserkraft“
    Die aufgezeigten Schritte zur Steigerung der Wasserkraftpotenziale werden durch ein Forum „Ökologische Wasserkraft“ begleitet, in dem alle betroffenen gesellschaftlichen Gruppen partnerschaftlich zusammenarbeiten.
  10. Förderprogramme
    Förderprogramme zur Wasserkraft
    sollen gezielt auf ihre Wirksamkeit bezüglich ökologischer und energetischer Verbesserungen ausgerichtet werden.


Autor: StMUG - Kabinettsbeschluss vom 17.04.2012

Mittwoch, 18. April 2012

Bayerische Strategie zur Wasserkraft


I. Aktuelle Situation
                 
Die Wasserkraft ist aufgrund langer Tradition derzeit mit einem Anteil von etwa 60 Prozent an der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien die wichtigste, allerdings auch weitgehend erschlossene regenerative Energiequelle in Bayern.

Im Jahr 2010 betrug der Anteil der Energie aus Wasserkraft am Stromverbrauch Bayerns rund 15 % und lag damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von rund 3%.

                 
II. Beitrag der Wasserkraft zur Energiewende

Bis zum Jahr 2021 soll die Wasserkraft rund 17 % des bayerischen Stromverbrauchs decken. Dazu sollen die noch vorhandenen Potenziale zur Wasserkraftnutzung verstärkt genutzt und umweltverträglich ausgebaut werden.

Die bestehenden Möglichkeiten, eine Steigerung der Wasserkraftnutzung mit gewässerökologischen Verbesserungen (insb. Durchgängigkeit) zu verbinden, müssen genutzt werden.

Bei behördlichen Entscheidungen über Wasserkraftvorhaben müssen neben den Zielsetzungen des Hochwasserschutzes, der Gewässerökologie und des Naturschutzes die Belange der Energieerzeugung qualifiziert berücksichtigt werden.



III. Konkrete Umsetzungsschritte

Balance der Interessen der Nachhaltigkeit
  • Zwischen Wasserkraftnutzung und Gewässerökologie muss eine transparente, auf Nachhaltigkeitskriterien basierende Interessenabwägung vorgenommen werden.
  • Bei der Abwägung kommt vor dem Hintergrund der Energiewende den Energie- und Klimaschutzbelangen künftig mehr Gewicht zu, weil
  • Wasserkraft eine Stromerzeugung aus regenerativer Energie ist. Sie trägt zur Vermeidung von CO2-Emissionen bei.
  • Wasserkraft eine heimische, sichere und zuverlässige Energiequelle ist. Sie ist ständig verfügbar und grundlastfähig und trägt zur Netzstabilität bei. 

Im nächsten Post lesen Sie das zugehörige 10-Punkteprogramm der bayerischen Staatsregierung zum Ausbau der Wasserkraft.




Autor: StMUG

Donnerstag, 9. Februar 2012

Stabilisierung des Stromnetzes (Teil 2)

Wie kann man regeln?
Eine Möglichkeit ist die sogenannte Blindleistung. Sie besteht aus einem kleinen Teil der Elektronen im fließenden Strom, die sich quer zur Hauptrichtung bewegen und so die Spannungsschwankungen ständig korrigieren. Zu viel Blindstrom belastet jedoch das Netz zusätzlich, weil er mit transportiert werden muss, aber beim Verbraucher keine Wirkleistung bringt. 

Woher kommt die Blindleistung?
Die bedarfsgerechte Erzeugung der Blindleistung für die Spannungssteuerung ist eine Aufgabe der Kraftwerke. Im Prinzip können das auch dezentrale Anlagen mit erneuerbaren Energien übernehmen. 

Wer weiß denn, wie viele Steuerelektronen gerade benötigt werden?
Mikrochips zur ständigen Messung der Stromspannung, schön verteilt über ganz Deutschland. Sie können in jeden Wechselrichter eingebaut werden. Bei größeren Anlagen braucht der Stromnetzbetreiber allerdings einen Zugriff zur Steuerung von außen. 

Eine Rieseninvestition?
Keineswegs! Moderne Wechselrichter in Solarstromanlagen können die Optimalspannung von 230 Volt durch gezielte Impulse von Blindstromelektronen in ihrem Netzabschnitt bereit stellen. Das erspart manche zusätzliche Stromleitung im Verteilnetz, weil die vorhandenen Leitungen gezielter ausgelastet werden können. 

Wirklich?
Ja. Im Stromnetz der Zukunft können Einspeiser spannungsgeführt betrieben werden. Die Wechselrichter können übrigens auch nachts Blindleistung erzeugen und damit rund um die Uhr zur Spannungshaltung beitragen. 

Woher nehmen die Wechselrichter nachts den Strom?
Sie ziehen einen kleinen Impulsstrom aus dem Netz oder sie holen ihn aus ihrem Batteriespeicher.
Ein Speicher neben jeder Solaranlage?
Genau! Es geht nämlich bei plötzlichen Verbrauchspitzen darum, 30 Sekunden zu überbrücken, bis gasbetriebene Blockheizkraftwerke im Schwarm anspringen.
Die Solaranlagen der Zukunft arbeiten nicht nur bei Sonnenschein, sondern liefern rund um die Uhr spannungshaltende Blindleistung und Kurzzeitüberbrückungen. 

Klingt gut, aber was kostet das alles?
Die Entwickler dieser Technik sagen, mit einem „System-Dienstleistungs-Bonus“ von 1,5 Ct/kWh für den Betreiber der jeweiligen Solaranlage würde sich das neue System schnell verbreiten. 

Ist damit das Stromnetz fit für die erneuerbaren Energien?
Nicht ganz! Das alte Stromnetz lief nur in eine Richtung, von den Großkraftwerken zu den Verbrauchern. Jetzt kommen Einspeisungen von den Enden her. Bisher lässt sich die Spannung nur in großen Umspannwerken beeinflussen. Nötig ist aber eine viel feinere Regelung in jedem Ortsnetz. 

Zukunftsmusik?
Nein! Eine naheliegende Lösung besteht darin, den Ortsnetztransformator regelbar zu machen. Dadurch könnte bereits das Niederspannungsnetz deutlich höhere Spannungsschwankungen als bisher aufnehmen. Das kann die Aufnahmefähigkeit des Gesamtnetzes deutlich erhöhen und ist in vielen Fällen kostengünstiger und schneller zu realisieren als der Bau zusätzlicher Stromleitungen. 

Wie funktioniert das genau?
Die Spannung am Transformator hängt von der Zahl der Drahtwicklungen um einen Magnetkern ab. Im schaltbaren Trafo sitzt eine Reihe unterschiedlicher Wicklungen nebeneinander. Ein Schalter springt von einer Wicklung zur anderen. Es ist wie beim Getriebe eines Autos. 

Kann man die Spannung im Netz nicht auch mit intelligenten Stromzählern im Haushalt steuern?
Zähler können nicht direkt steuern, wohl aber Elektrogeräte gezielter einschalten.
Die Ausstattung sämtlicher Haushalte mit intelligenten Stromzählern und steuerbaren Haushaltsgeräten braucht auch Zeit.
Klüger ist es, jetzt strategische Punkte gezielt zu regeln. Das sind dann nur 600.000 Stationen, von denen jede 50 bis 250 Haushalte versorgt. Dort sitzt der Regler, der die Spannung konstant hält. Er kann 90 % der spontanen Abweichungen ausgleichen! 

Die deutsche Energiewende
Seit dem Beschluss für eine echte Energiewende mit Atomausstieg entstehen zahlreiche neue technische Lösungen. Deutsche Ingenieure stehen weltweit in der vordersten Reihe beim Einfügen der erneuerbaren Energien in die Stromnetze. Die Welt schaut gespannt auf das deutsche Experiment!

Donnerstag, 2. Februar 2012

Stabilisierung des Stromnetzes (Teil 1)

Viele Bürger haben die Chance der erneuerbaren Stromerzeugung erkannt und in Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen investiert. Damit der dezentral erzeugte Strom aufgenommen werden kann, müssen die Stromnetze umgerüstet und an einzelnen Stellen verstärkt werden. Jetzt haben findige Ingenieure Lösungen entwickelt, mit denen die Verteilnetze bis zu vier mal so viel Strom aufnehmen können ohne neue Kabel verlegen zu müssen. Das spart erhebliche Kosten.
MdB Josef Göppel (AKU-Landesvorsitzender) hat zwei vielversprechende Pilotprojekte in den letzten Wochen besucht. In Larrieden bei Feuchtwangen sorgt ein regelbarer Ortsnetztransformator dafür, dass Solaranlagen, Biogasanlagen und ein Windrad ohne Gefahr für die Netzstabilität zuverlässig einspeisen können. In Unterfranken wurde der Wechselrichter einer Freiflächenphotovoltaikanlage so ausgelegt, dass er 24 Stunden am Tag Blindstrom bereitstellen kann. Blindstrom ist das Schmiermittel für den Stromtransport. Das Netz verträgt damit deutlich mehr Einspeisung von Sonnen- und Windstrom.
Doch wie funktioniert das Ganze genau? 

In unserer Neuen Reihe, finden Sie hier Antworten auf die wichtigsten Fragen bezüglich unseres Stromnetzes!

2012 liefern erneuerbare Energien mehr als 20 % des deutschen Stromverbrauchs. Deshalb müssen sie auch mehr Verantwortung für die Netzstabilität übernehmen. - Also Bau neuer Stromleitungen?
 
Es gibt prinzipiell acht Möglichkeiten, das Stromnetz stabil zu halten:
1.    Erzeugungsmanagement (Lastdrosselung)
2.    Nachfragesteuerung (Lastverlagerung)
3.    Bau zusätzlicher Transformatoren
4.    Erweiterte Regelung im Mittelspannungsnetz
5.    Leitungsbau
6.    Speicherbau
7.    Blindleistung aus Wechselrichtern
8.    Regelbare Ortsnetztransformatoren 

Alle Welt redet von Leitungs- und Speicherbau!
 
Ja, beides ist aber teuer und langwierig. Als schnell realisierbare Lösungen stehen zwei technische Neuentwicklungen zur Verfügung,
  • Spannungsstabilisierung mit Wechselrichtern und
  • Regelbare Ortsnetztransformatoren.
Schön, aber wie funktioniert das?
Begeben wir uns auf einen kleinen Ausflug in die Physik. Was geht in einer Stromleitung vor sich? 

Strom – was ist das eigentlich?
Elektrischer Strom besteht aus Elektronen, die sich in eine bestimmte Richtung bewegen. 

Warum bewegen sich Elektronen?
Indem jemand am Ende einer Leitung zusätzliche Elektronen einspeist und so Druck aufbaut. 

Stellen Sie sich zum Vergleich einen vollen Gartenschlauch vor.
Sie drehen den Wasserhahn etwas auf und sofort fließt am anderen Ende das Wasser heraus. So ist es auch beim Strom. 

Ist das alles?
Nicht ganz! Das strömende Wasser entspricht dem Elektronenfluß. Den nennt man Stromstärke. Der Druck im Wasserschlauch heißt beim Strom Spannung. Entscheidend ist, dass die Spannung immer gleich hoch bleibt, sonst fließt bald kein Strom mehr. 

Klar! Und wo ist dabei das Problem?
Jeder Verbraucher, der den Strom einschaltet, senkt die Spannung ab. In Millisekunden müssen von irgendwoher wieder neue Elektronen ins Netz kommen.
Je ungleichmäßiger ein Stromnetz beansprucht wird, desto höher ist der Bedarf an Regelleistung.

Lesen Sie nächste Woche mehr!

Mittwoch, 18. Januar 2012

Besichtigung der Grüngutvergärungsanlage in Aham bei Eiselfing

Sehr geehrte Damen und Herren,

die eingeleitete Energiewende bedeutet auch ein Mehr an dezentraler Energieerzeugung. Von Bedeutung sind hierbei auch Biogasanlagen, wobei gerade im Bereich der Grüngutvergärung (also der Verwendung von reinen Pflanzenabfällen aus Gärten, Parkanlagen und der Landschaftspflege) bislang noch nicht umfänglich genutzte Chancen für die Kommunen bestehen.
Der AKU-Rosenheim-Land lädt Sie daher recht herzlich ein zur Besichtigung der neuerrichteten Biogasanlage bei der

Maier Vertriebs GmbH
Rosenheimer Erdenwerk Maier OHG
Aham
83549 Eiselfing
am Samstag, 21. Januar 2011
um 10.00 Uhr.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Sie  am Samstag begrüßen drüfte!
Mit freundlichen Grüßen

Peter Mayer M.Sc.
AKU-Kreisvorsitzender



PS: Möchten Sie zukünftig per E-Mail über Veranstaltungen des AKU informiert werden, dann tragen Sie sich für unseren Newsletter ein, indem Sie hier klicken!



Samstag, 3. Dezember 2011

Breitbandausbau muss ein Zentraler Punkt im neu entstehenden Landesentwicklungsgesetz werden

Der Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung (AKU) Rosenheim-Land fordert die CSU Landtagsfraktion eindringlich auf, den Breitbandausbau als zentralen Bestandteil in das neu entstehende Landesentwicklungsgesetz aufzunehmen! Darin soll eine variabel steigende Mindestbandbreite verankert werden. Dies soll den Ausbau des Breitbandnetzes im ländlichen Raum schneller als bisher vorantreiben!

Begründung:

 
Es ist nicht hinnehmbar, dass noch immer vielen Gemeinden lediglich eine DSL Verbindung mit 1000 kBit/s  (DSL 1000) oder weniger zur Verfügung steht. Besonders vor dem Hintergrund, dass in Ballungsgebieten wie München und Nürnberg gegenwärtig eine Bandbreite bis zu 100.000 kBit/s und selbst in Rosenheim noch eine Bandbreite von bis zu 50.000 kBit/s zur Verfügung steht. Dies widerspricht dem Gleichbehandlungsgrundsatz und unterstreicht den exorbitanten Handlungsbedarf! Vor allem aber würde eine größere Bandbreite dazu führen, dass sich im ländlichen Raum mehr Firmen ansiedeln und die Landflucht eingedämmt werden könnte. Besonders in diesen Regionen würde eine schnellere Internetverbindung eine deutliche Erleichterung bringen. Deshalb fordert der Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung (AKU) Rosenheim-Land,
  1. dass der Breitbandausbau ein zentraler Punkt im neu entstehenden „Landesentwicklungsgesetz“ wird und darin nach einer Übergangszeit von maximal 5 Jahren eine variable, minimale Bandbreite für jedes Dorf und jeden Weiler vorgeschrieben wird. Dabei soll die zur Verfügung stehende Bandbreite, 50% der maximalen Bandbreite des übergeordneten Oberzentrums nicht unterschreiten. Die Kosten für die Minimalbandbreite sollen dabei höchstens denen eines vergleichbaren Anschlusses im Oberzentrum entsprechen. Im Raum Rosenheim würde dies gegenwärtig einer Bandbreite von 25000 kBit/s bzw. 3,1MB/s entsprechen.
  2. alle Gemeinden dazu auf, bei anstehenden Straßensanierungen und Neuerschließungen Leerrohre in welche später Glasfaserkabel eingeblasen werden können zu verlegen. Selbst wenn eine durchgehende Erschließung einer Ortschaft mit Glasfaser erst mittelfristig erfolgen wird, ist diese Vorausschauende Planung langfristig kostengünstiger.
Der AKU Rosenheim-Land verzichtet bewusst auf die Angabe eines konkreten Zahlenwertes für die geforderte minimale Bandbreite im ländlichen Raum. Denn jeder Zahlenwert wäre innerhalb weniger Jahre nicht mehr Stand der Technik und würde sich mittel und langfristig nachteilig für den ländlichen Raum auswirken. Der AKU Rosenheim-Land beabsichtigt mit dieser dynamisch wachsende Minimalbandbreite ein Bewusstsein in der Politik und der Gesellschaft dafür herbeizuführen, dass die „Datenautobahn“ gerade für den Ländlichen Raum eine ebenso wichtige und zu pflegende Infrastruktur darstellt wie die Verkehrsinfrastruktur. 


Beschluss des AKU-Kreisvorstandes am 28.11.2011
Autor: Peter Mayer M.Sc.